Topos des Pathologischen: Zwischen Singularität und by Soonpyo Moon

By Soonpyo Moon

Die Welt ist heutzutage als post-kommunistisch zu trachten einerseits, im Sinne des offiziellen Endes der Explosion des kollektiven Zorns. Daran ist verbunden die Reduktion von allem auf die individuelle Verantwortung andererseits (Neoliberalismus). Wer freiwillig oder zufällig aus diesem privilegierten Gefüge gefallen ist, wird als irregular oder pathologisch beurteilt; entweder juristisch oder psychiatrisch schließlich als „ein gefährliches Individuum". Hier fehlt die systematische Auffassung von einem pathologischen Einzelnen. Ein Versuch ist daher dringend, über die Ebene des (liberal-demokratischen) Individuums hinaus, das Pathologische spekulativ zu kritisieren; nämlich statt des Individuums seitens der Krise des structures oder der Struktur das Pathologische positiv zu demarkieren. used to be heißt demgemäß (rein) pathologisch überhaupt? Es ist weder medizinisch-psychiatrische Krankheit noch vitale Kraft biopolitisch gesehen (Canguilhem, Foucault). Es geht nie um die Physik, wie problematisch das Pathologische in einem bestimmten Körper oder Organismus erscheint. Vielmehr geht es um die Meta-physik des Pathologischen sowohl als des transzendental-gemeinsamen Grundes all des Seienden wie aber auch als der Krise desselben Transzendentalen schlechthin. Daher ist diese Kategorie sowohl mit dem Grenzbegriff als auch mit der Usprungsproblematik als solches gebunden, was once für immer unbestimmt in Gegenwart zurückkehrt und die Struktur in Krise geraten macht; nämlich als wirklicher Ursprung Das Pathologische als transzendentale Kategorie rückt den Fokus vom Individuum in die Struktur als Subjekt hinein. Statt der doppelte Relation des Individuums zum (pathologischen) Anderen und jenem Entfremdeten gegenüber (symbolischer) Struktur steht im Vordergrund die Beziehung der Struktur auf Krise als ihr inhärentes Anderes. Hier ist nicht mehr gültig die romantische Vorstellung, „genial-manisches Individuum jenseits der Struktur" - z.B. Antigone. Stattdessen fokussiert es diesmal auf

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Augustinus - Spuren und Spiegelungen seines Denkens: Von Descartes bis in die Gegenwart

Seit Aurelius Augustinus (354-430), dem bedeutendsten Denker der Spätantike, ist die Rückbindung der Frage nach der Wahrheit an die Frage nach dem Ich, additionally an die Selbsterkenntnis, ein Grundthema der Philosophie; nach Platon, dem Begründer der abendländischen Philosophie, warfare Augustinus der zweite große Denker der Antike von bis heute prägender Kraft.

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So ist es das geläufige Bild dessen, entlang welchem weiter die Analogie des Urteils verläuft. Egal ob es dabei der Fokus auf der Sinnlichkeit oder der Begrifflichkeit liegt. Letztlich reduziert all das Denken auf das gemeinsame Bild dessen, oder umgekehrt, gerade vor all der Erfahrung wird es der Gehalt dessen schon wie immer determiniert oder bestimmt. Davon entfernen zu lassen heißt ohne weiteres die Rücksicht auf die Form dessen selbst oder den formalen Aspekt dessen. Nämlich im gleichzeitigen Hinblick auf die Grenze des Möglichen und Unmöglichen des Denkens beides schlechthin.

But to create this world, the everyman must also be seized by its creation. Only this everyman can certify the appearance of the overman. And what would have benn preferred, or preferable, is that the professor, in Basel, be seized as such as traversed by this unattested event. But since this is not the case, since this legitimate preference is not verified, the anti-philosophical hero ist forced to declare that he will create this world. That he will create it, and not that he has been seized by its triumphal appearance.

50 50 . Daran anschließend erläutert wird im nächsten Teil die Verkoppelung von Melancholie und Moral im Blick auf die kantische Kritik vom vorkritischen Werk her. Und zwar zweierlei Pathologie: einerseits im Blick auf das Vorkritische oder aus der Perspektive des hinzukommenden kritisch-vernünftigen Richters (die auf das Phänomen beschränkte Vernunft), andererseits das Empirisch-sinnliche vom Formalismus der Moral her (Freiheit von der Empirie als das melancholische Symptom), und zweierlei Kritik: einerseits theoretische Kritik, andererseits praktische Kritik.

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