Qualitätsmanagement für Logistikunternehmen by Alfons Niebuer

By Alfons Niebuer

Uberlegungen zur Erhohung der Qualitat der Produkte und Prozesse von Unterneh mungen ziehen sich von Anbeginn wie ein roter Faden durch die betriebswirtschaftliche Diskussion in Theorie und Praxis. Immer neue Konzepte sind im Laufe von Jahrzehnten daraus hervorgegangen. Hierbei ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung von eher naturwissenschaftlich-technisch orientierten Methoden der punktuellen Qualitatsprufung und -kontrolle hin zu umfassenderen, prozess- und organisationsbezogenen, ganzheitli chen Qualitatsmanagementsystemen zu konstatieren. Gerade in den letzten Jahren hat die Qualitatsdiskussion mit dem hochst anspruchsvollen Konzept des "Total caliber Management," den Bestrebungen der Qualitatszertifizierung gemass DIN ISO 9000 ff. und weltweit ausgelobten "Quality Awards" einen neuerlichen Hohepunkt erreicht. Als challenge hierbei erweist sich jedoch die Tatsache, dass die -durchaus intendierte - Allgemeinheit der neueren Qualitatskonzepte unternehmensspezifischen Spezifika nur unzureichend Rechnung tragt. Solche Besonderheiten ergeben sich einerseits aus der Branche, dem Produktionsprogramm, den Produktionsprozessen, den Wettbewerbsbe dingungen usw., andererseits aber auch aus den grundlegenden Strategieentscheidungen der einzelnen Unternehmung. Hier klafft eine erhebliche Anwendungslucke auch der neueren Qualitatskonzepte. Dies gilt ganz besonders fur Unternehmungen, die dem traditionellen Schwerpunktbereich der Qualitatsdiskussion, den industriellen Sach guterproduzenten, nicht angehoren. Eine besondere Stellung nehmen hierbei Logistikunternehmungen ein. Mit der zuneh menden Konzentration auf Kernkompetenzen in Industrie und Handel, der Ubertragung immer komplexerer Leistungspakete auf Spezialisten im Zuge des "Outsourcing" und der fortschreitenden raumlichen Ausdehnung von Wertschopfungsaktivitaten im Rahmen der globalen Arbeitsverteilung sind Logistikunternehmungen mehr und mehr zu integralen Bestandteilen hochkomplexer und storungsempfindlicher Wertschopfungsnetzwerke geword

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Maleri (1973), S. 75f. Ähnlich Corsten (1985b), S. 23; Corsten (1986), S. ; Corsten (1991), S. 168; Engelhardt (1990), S. 281; Engelhardt/Kleinaltenkamp/Reckenfelderbäumer (1993), S. ; Mengen (1993), S. ; Meyer (1994), S. 2lff. Handelt es sich bei dem externen Faktor um eine Person, so stellt sich je nach der Art der Dienstleistung die Frage, ob der Leistungsnachfrager an der Gesamtaufgabe der Dienstleistungserstellung beteiligt werden soll. In diesem Zusammenhang ist auf die Extcrnalisierungs- und Internalisierungsstrategie hinzuweisen.

29f. • 28. 97 Dies bezeichnet zum einen, daß der externe Faktor in den Erstellungsprozeß eingebunden ist und zum anderen, daß die Dienstleistung bereits zum Zeitpunkt der Erstellung konsumiert wird (Identität von Leistungserstellung und Leistungsabgabe)98 Im Rahmen dieser Phase wird die Dienstleistung 11 ••• um des Prozeßcharakters selbst willen begehrt ••• 11 99. Allerdings ist auch dieser Aspekt zu relativieren, da er nicht fur jede Form der Dienstleistungserstellung in gleichem Maße zutriffi:.

Meyer (1994), S. 2lff. Handelt es sich bei dem externen Faktor um eine Person, so stellt sich je nach der Art der Dienstleistung die Frage, ob der Leistungsnachfrager an der Gesamtaufgabe der Dienstleistungserstellung beteiligt werden soll. In diesem Zusammenhang ist auf die Extcrnalisierungs- und Internalisierungsstrategie hinzuweisen. Vgl. Corsten (1985a), S. ; Corsten (1989), S. ; Corsten (1991), S. 169ff. 95) Hilke (1989), S. 12 [Hervorhebung nicht im Original]. Siehe auch Meyer (1984), S.

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