Muße und Kult by Josef Pieper

By Josef Pieper

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Augustinus - Spuren und Spiegelungen seines Denkens: Von Descartes bis in die Gegenwart

Seit Aurelius Augustinus (354-430), dem bedeutendsten Denker der Spätantike, ist die Rückbindung der Frage nach der Wahrheit an die Frage nach dem Ich, additionally an die Selbsterkenntnis, ein Grundthema der Philosophie; nach Platon, dem Begründer der abendländischen Philosophie, warfare Augustinus der zweite große Denker der Antike von bis heute prägender Kraft.

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Wir wissen immer mehr von immer weniger, verlieren uns in vielen Subtilitäten und Spezialitäten. Sie sind wichtig, oft überlebenswichtig, aber sie dürfen uns nicht den Blick verstellen für dieses Ganze. Dafür steht vielleicht mehr das Philosophieren als die Philosophie. Deswegen ist die Philosophie so wichtig und so wohltuend für die Theologie, denn auch die Theologie ist vor einem solchen einengenden Spezialistentum nicht gefeit. Das Denken Josef Piepers hilft uns, die Wege zum Ganzen, zu seinem Grund und Ziel, letztlich zum Geheimnis und Erfüllung in Gott offenzuhalten.

Jedermann weiß, eine wie problematische Sache es für den Menschen dieser Zeit ist, ein Fest zu feiern. Nun, diese Schwierigkeit ist identisch mit der Unfähigkeit zur Muße. «40 Josef Pieper ist der festen Überzeugung, dass dies nur in einer »Zustimmung zur Welt im Ganzen« gelingt, die auf »unalltägliche Weise« zum Ausdruck kommt. Dies hat eine unausweichliche Konsequenz: »Die äußerste Form der Zustimmung zur Welt im Ganzen, die überhaupt gedacht werden kann, ist das Gotteslob, die Preisung des Schöpfers, der Kultus.

In einer solchen Welt gibt es für die Muße keinen Raum. »Er (der Begriff Muße) ist nicht nur widersinnig, sondern auch moralisch verdächtig. – Und in der Tat, hier besteht eine absolute Unvereinbarkeit. «38 Josef Pieper ist überzeugt, dass wahre Kultur nur auf dem Boden solcher Muße gedeihen kann. «39 Josef Pieper weiß, dass es dafür keine konkret praktikablen Anweisungen gibt. Die Muße kann man nur erhalten und fördern, wenn man sie für in sich selbst sinnvoll hält. Sie darf nicht wiederum verzweckt und instrumentalisiert werden.

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