Flussaltwasser: Okologie und Sanierung by Prof. Dr. Volker Lüderitz, Dr. Dominique Remy (auth.), Prof.

By Prof. Dr. Volker Lüderitz, Dr. Dominique Remy (auth.), Prof. Dr. Volker Lüderitz, Dr. Uta Langheinrich, M.Sc. Dipl.-Ing. Christian Kunz (eds.)

Auenaltwässer sind in Mitteleuropa vom Verschwinden bedrohte Ökosysteme. Deshalb sind in den letzten Jahren vor allem an der Elbe Maßnahmen zu ihrer Revitalisierung durchgeführt worden. Allerdings erfolgten diese Maßnahmen oft ohne eine gründliche wissenschaftliche Vor- und Nachbereitung. Das vorliegende Buch stellt auf Grundlage einer detaillierten Beschreibung der Genese und Ökologie von Altwässern eine leitbildorientierte Sanierungsstrategie vor und erläutert diese anhand von Beispielen. Neben den ökologischen und technischen werden auch rechtliche und finanzielle Aspekte behandelt.

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LfU BW 2004). Andererseits nennt Baumann (1985) gerade besonders eutrophe und verschmutzte Altarme als Standorte von Trapa natans, mit deren Auftreten oft ein langsames Verschwinden der restlichen Schwimmblattgesellschaften verbunden sei. Da mit fortschreitender Sukzession Faulschlamm angereichert wird, kommt es im Übergang von der Optimalphase zur Terminalphase und verstärkt in der Terminalphase sukzessive zu einer Dominanz sapropelverträglicher Arten. Die Bildung von Faulschlamm führt zu einem anaeroben Milieu im und über dem Substrat (Cristofor et al.

2 Sanierungsbedarf Die beschriebene besondere Situation der Flüsse mit ihren Auen und Altwässern in der Kulturlandschaft und das gleichzeitige Ziel des Erhaltes der Biodiversität begründen Anstrengungen zum Erhalt der vorhandenen Altwässer von Flüssen. Überlegungen zur Sanierung oder Revitalisierung sind an ein Leitbild gebunden, dass ohne Kompromisse nicht auskommt. So wird es nur in wenigen Fällen möglich oder durchsetzbar sein, Altwässer in die intakten Auen zu verlagern. Die Alterung der Altwässer von der Entstehung (Initialphase) über die Phase der potentiell höchsten Diversität (Optimalphase) bis zur Verlandung durch die natürliche Sukzession (Terminalphase) wird nicht vollständig bei einer Sanierung herzustellen sein.

An beweideten Ufern werden das Schilfröhricht und die Weidengebüsche häufig durch einen Gürtel aus Großseggen, Rohrglanzgras oder Knickfuchsschwanzrasen ersetzt. Eine periodisch auftretende stärkere Durchströmung kann die dauerhafte Ansiedlung einiger extrem strömungsempfindlicher Arten verhindern. Dies betrifft sowohl Hydrophyten, wie die Krebsschere (Stratiotes aloides), als auch Helophyten, wie Carex-Arten. Der Verlust von pleustophytischer, also nicht verwurzelter Arten, wie der Krebsschere oder des Schwimmfarns (Salvinia natans), kann bereits durch singuläre Durchströmungsereignisse ausgelöst werden, während strömungsempfindliche aber verwurzelte Helophyten normalerweise nur durch mehrfache Störungen verdrängt werden.

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