Ewiges Leben? by Hans Küng

By Hans Küng

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Das Göttliche ist demnach das ins Jenseits hinausprojizierte allgemein Menschliche. Machen wir die Probe: Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit hält man gewöhnlich für Eigenschaften des göttlichen Wesens. Aber sind dies in Wirklichkeit nicht Eigenschaften, die jeder Mensch anstrebt, die er aber bestenfalls in der menschlichen Gattung verwirklichen kann? Beim eigenständigen, außerhalb des Menschen existierenden, persönlichen (»theistischen«) Gott des Christentums wird das besonders deutlich. Dieser Gott ist nichts anderes als das personifizierte Menschenwesen: Der Mensch nämlich »schaut sein Wesen außer sich«; Gott ist das offenbare Innere des Menschen, sein ausgesprochenes, »entäußertes Selbst« 11 • Stimmt dies, so sind die Bestimmungen Gottes in Wirklichkeit nichts anderes als die Bestimmungen des vergegenständlichten Wesens 3.

Der Gottesbegriff ist somit gar nichts anderes als eine Projektion des Menschen: »Das absolute Wesen, der Gott des Menschen ist sein eigenes Wesen .. Die Macht des Gegenstandes über ihn ist daher die Macht seines eigenen Wesens. «10 Gotteserkenntnis (und eingeschlossen darin jegliche religiöse Ausdrucksform bis hin zum Glauben an ein ewiges Leben) ist so als ein gewaltiges Schein-Werfen durchschaut: Gott erscheint als projiziertes, hypostasiertes Spiegelbild des Menschen von sich selbst, das so wenig Realität besitzt wie ein auf eine Leinwand geworfenes Licht-Bild.

Jahrhunderts (S. Freud) wiedererkennen: eine Treue zum Diesseits, zur Erde als dem einzigen Vater- II. Das Jenseits- eine Wunschprojektion? land, bei Zurückweisung jeglichen »jenseitigen Trostes«- und dies nicht aus notorischer Ignoranz und Arroganz, sondern um der Freiheit und Würde des Menschen willen. 2. Gott- Spiegelbild des Menschen Was war Feuerbachs Problemstellung? Feuerbach, ein früherer Theologiestudent, der auf dem Standpunkt »denkender« Religion evangelischer Ffarrer werden wollte, sich aber schon früh zum Hegelianer und schließlich zum bedeutendsten Vertreter der linken Hegel-Kritik vor Marx wandelte, wollte den alten Zwiespalt endlich aufheben, der die Geschichte der abendländischen Metaphysik durchzog: den Zwiespalt zwischen Oben und Unten, Diesseits und Jenseits.

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