Besser miteinander umgehen: Die Kunst des interaktiven by Robert Becker

By Robert Becker

"Ende des Ich-Kults", ,,Fremdenhaß und Ausländerfeindlichkeit", "Soziale Umweltverschmutzung", "Psychoterror im Arbeitsleben"­ vier spontan herausgegriffene aktuelle Schlagzeilen, die alle etwas mit diesem Buch zu tun haben. Das Thema ist nicht neu: "Die Menschen in dieser Welt neigen dazu, selbstsüchtig und ohne Mitgefühl zu sein. Sie wissen nicht, wie sie einander lieben und re­ spektieren sollen. Nur zu ihrem eigenen Schaden und Leid erörtern und streiten sie sich über unbedeutende Dinge, und das Leben wird zu einem düsteren Kreislaufvon Unglück." Diese Gedanken Buddhas und die biblische Forderung "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (3.0 Mose 19,18) weisen daraufhin, daß wir Menschen seit Urzeiten erhebliche Schwierigkeiten damit haben, friedlich und fürsorglich miteinander umzugehen. Unsere moderne Industrie- und Wettbewerbsgesellschaft hat unter technologischen Aspekten Quantensprünge absolviert. Der "Fort­ schritt" in unseren Fähigkeiten zum menschlichen Miteinander kann dagegen mit Fug und Recht bezweifelt werden. Dazu bedarf es kei­ nesfalls des Fernblicks in aktuelle Krisengebiete. Der Nahblick auf unseren täglichen Kleinkrieg, sei es in der Familie, in Beruf und Freizeit, bringt düstere Erkenntnisse. Unsere Interaktio­ nen - unsere Beziehungen und Begegnungen mit unseren Mitmen­ schen-sind vielfältigen Störungen unterworfen. Der moderne Mensch beherrscht den conversation mit dem workstation perfekt, versagt jedoch kläglich, wenn es darum geht, mit anderen Menschen zu kommunizieren, mit ihnen wirkungsvoll zusammenzuarbeiten, andere zu führen oder sich führen zu lassen, konstruktiv Probleme und Konflikte zu lösen, VII - reasonable und offen zu diskutieren, Rücksicht zu nehmen auf Schwächere, sich gegen dominante accomplice zu behaupten.

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Interaktive Beziehungen und Begegnungen Interaktive Beziehungen • Dauerhafte Beziehungen aufgrund sozialer Bindungen, wie zum Beispiel: Ehe und Partnerschaft, Freundschaft, Vorgesetzter - Mitarbeiter, Kollegen Interaktive Begegnungen • Aufeinandertreffen von Menschen, als einmaliges Erlebnis oder als Episode in einer dauerhaften Beziehung Noch bedeutsamer für uns sind natürlich jene Interaktionen, die Bestandteil von dauerhaften sozialen Beziehungen sind. Die dahinterstehende Bindung kann privater Natur sein, wie dies bei Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten der Fall ist.

Abhängig von unseren Partnern und der Situation, in der wir uns befinden, verhalten wir uns interaktionsfreundlich oder -feindlich. Wir haben es weitgehend selbst in der Hand, ob wir unseren Partnern, Freunden, Köllegen und sonstigen Mitmenschen aufmerksam und zuvorkommend begegnen oder ob wir herablassend mit ihnen umge53 hen. Wenn wir uns im folgenden mit den biologischen, kulturellen und individuellen Hintergründen unseres Interaktionsverhaltens beschäftigen, erfahren wir, daß es Wirkursachen gibt, die nicht oder nicht immer und nicht vollständig von uns kontrolliert werden können.

So können sich politische, fmanzielle, gesellschaftliche, gesetzliche, ökologische Bedingungen ebenso auswirken wie Wohnort, Arbeitsplatz, Kollegen, Nachbarn, Angehörige, aktuelle Ereignisse und andere Faktoren. 31 DerRahmen Der Verlauf und der Erfolg von zwischenmenschlichen Begegnungen hängt häufig auch von ganz banal anmutenden Rahmenbedingungen ab. Zeitpunkt, Ort und andere äußere Umstände werden von Gesprächspartnern bewußt ausgewählt, um die Situation gezielt vorzubereiten. Denken wir einmal daran, welche Energie eingesetzt wird, um eine geschickte Tagesordnung zu gestalten oder eine vorteilhafte Sitzordnung festzulegen.

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