Augustinus - Spuren und Spiegelungen seines Denkens: Von by Norbert Fischer

By Norbert Fischer

Seit Aurelius Augustinus (354-430), dem bedeutendsten Denker der Spätantike, ist die Rückbindung der Frage nach der Wahrheit an die Frage nach dem Ich, additionally an die Selbsterkenntnis, ein Grundthema der Philosophie; nach Platon, dem Begründer der abendländischen Philosophie, battle Augustinus der zweite große Denker der Antike von bis heute prägender Kraft.

In den beiden hier vorgelegten Bänden wird die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte seines Werks von den Anfängen bis in die Gegenwart umfassend und kompetent erfaßt und zur Darstellung gebracht. Im ersten Band wird die direkte Wirkung des Augustinischen Denkens auf seine unmittelbaren und späteren Nachfolger deutlich herausgearbeitet. Der zweite Band gibt Aufschluß über die nachhaltige Spätwirkung des Augustinischen Werks seit Beginn der Neuzeit, die bis in die Gegenwart anhält.

Beide Bände empfehlen sich als explizite Kompendien zur Wirkungsgeschichte Augustins und als anregende Wegweiser für das Studium seines Werks nach der Maßgabe des Kenntnisstandes der neueren Forschung.

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Augustinus - Spuren und Spiegelungen seines Denkens: Von Descartes bis in die Gegenwart

Seit Aurelius Augustinus (354-430), dem bedeutendsten Denker der Spätantike, ist die Rückbindung der Frage nach der Wahrheit an die Frage nach dem Ich, additionally an die Selbsterkenntnis, ein Grundthema der Philosophie; nach Platon, dem Begründer der abendländischen Philosophie, battle Augustinus der zweite große Denker der Antike von bis heute prägender Kraft.

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Das ego aus Descartes' Sicht ist insofern Substanz, als es ein einfacher, zugrundeliegender Träger von Eigenschaften ist. Bei Augustinus ist dagegen der Grund des ego als Abbild der göttlichen Trinität in sich dreieinig. Eine solche Dreieinigkeit würde Descartes als in sich widersprüchliches Konzept für die endliche ego-Substanz wohl ablehnen; weil, was dann natürlich insbesondere Leibniz mit seinem Monadenkonzept im Gefolge von Descartes hervorhebt, die denkende Substanz primär einfach ist. Wenn nach Augustinus ein Moment der Trinität gewiß ist, dann sind es damit auch die anderen.

Zumal man hier auch noch das Bedenken haben kann, daß es sich nicht um eine kontradiktorische, also um eine logische Opposition handeln könnte, sondern um eine konträre Opposition und diese sind prinzipiell keine logischen Wahrheiten. Eine logische, d. h. kontradiktorische Opposition scheint doch eher in der Opposition von sterblich und nicht -sterblich zu bestehen. D 2. der akademische Skeptiker Karneades könnte Augustinus durchaus zustimmen, daß logische Wahrheiten notwendigerweise unsere Zustimmung herausfordern, jedoch: Was ist damit an inhaltlicher Erkenntnis gewonnen, daß es z.

3,24). Das Neuartige an dieser >quasi terra< besteht darin, daß sie von Augustinus als ein Gegenargument gegen die Skepsis entwickelt wird, daß er also nicht bei dem Argument der Skeptiker stehen bleibt, alles könnte bloß scheinbar sein und wir sollten uns deshalb des Urteils über die Wahrheit enthalten; vielmehr wird bei Augustinus die als sicher ge wußte scheinbare Welt zum Ausgangspunkt für den Versuch, wahre Urteile zu fällen. Wenn man jedoch eine umfassende Erscheinungswelt, die >quasi terra< zuläßt, liegt die Gefahr eines unentrinnbaren Solipsismus nahe - was den Skeptiker wiederum freut, weil es Wasser auf seine agnostizistischen Mühlen ist.

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